Loftsteinn von Krukow                           (Yu-ka-teh)

Islandpferd

Geb . 30.05.1990

Züchterin : Hanne Struve    Krukow

Vater : Litli-Stigur fra Bjoernli

Mutter : Svala                                                                                                     MV : Hrafn fra Kröggolfstödum                                                                      MM: Brynja v. Siek

Seit 1995 im Besitz von Ebba Woywode

Yuka hat im Laufe seines Lebens viele Schleifen und Plaketten erlaufen . Corinna hat seine Abstammung zusammen gebastelt  . Ich habe mich riesig dadrüber gefreut . Seine Mutter Svala war allerdings eine andere Svala ( siehe oben ) ,die auch von Hrafn abstammte .

Ich habe jetzt die neuesten Berichte nach oben genommen . Trotzdem schreibe ich so nach und nach seine Geschichte von unten weiter . Ganz aktuelles erscheint ganz oben .

Mit Lena 2015

Finja mit Fellsattel 2015

Mit Ulrike 2015

Freiarbeitstag bei Geli 2012

Mit Jonte 2011

Piaffeseminar 2011

Reitplatzeinweihung bei Sabine 2011

Hausturnier Wüstenkate 2011

Nordpferd Neumünster 2011

Sicher eines der Höhepunkte meines Ponys . Er liebte es mit den anderen in die Halle zu gehen und sich zu zeigen . Er tanzte nur so unter mir . Jeder Seitengang war da . Egal ob bei Isis goes Classic oder gemeinsam mit den anderen in der Rassenvielfalt .

Danke an Corinna Scholz ! Es hat einfacher Spaß gemacht und du hast uns die Sicherheit gegeben , dass schon alles gut gehen würde . Yu-ka hat das sicher auch gespürt . Danke für das ganze Organisieren und dass wir dabei sein durften .

Auf dem ersten Foto sind die 4 Isis zu sehen , die Isis goes Classic zeigten . Isis mal anders geritten , schön gerundet und fein an den Hilfen . Wir wollten mal zeigen , dass auch das geht . 

Zum Fotografieren durfte dann Yu-ka draußen gemeinsam mit den Spaniern zeigen was er kann .

Es gab keine richtigen Vorbereitungsplätze . Man musste sich draußen auf dem Parkplatz eine freie Fläche suchen . Um dann in die Halle zu gelangen führte der Gang quer durch die Menschenmenge . Es wurde schon mal richtig eng . Yu-ka hat das souverän gemeistert . Er war ganz bei mir und schien einfach nur Lust auf den Auftritt zu haben . Das einzige was er nicht entspannt ertragen konnte , war der Applaus . Aber wozu hat ein Isländer Tölt. Umschalten und alle Spannung im Tölt rauslassen , ging wunderbar und machte auch noch Spaß . Es gab immer wieder Kommentare von Zuschauern , die begeistert waren Isländer auch mal so zu sehen .

 

 

Trailtag in Dörpling 2011

wenn Yuka genug Zeit zum Gucken hat , liebt er solche Aufgaben . besonders natürlich , wenn es dann auch noch Leckeres gibt .

Urlaub in der Göhrde 2011

Tag der offenen Tür Wüstenkate 2010

Gemeinsam mit 2 Spaniern beim Abreiten auf dem Außenplatz . 

Tierfaszination Ruschwedel 2010

Corinna hatte uns gefragt , ob wir mit zur Tierfaszination nach Ruschwedel wollten . Na klar und wie wir wollten .

Susi und Tina würden uns auf der Fahrt begleiten und auch vor Ort unterstützen . Perfekt . 

Yuka hatte ja immer seine ganz eigene Art in den Hänger zu steigen . Die ersten Jahre habe ich oft mit ihm gekämpft und er hat immer versucht den Hals schneller weg zu drehen , als ich reagieren konnte . Ist ihm oft auch gelungen . Dann gab es kein Halten mehr . Ich glaube , er war sehr gerne mit unterwegs , aber er hätte sich gerne hingebeamt . Die Enge des Hängers war ihm nicht geheuer . Wir haben uns dann auf eine Art geeinigt mit der wir beide gut leben konnten . Ich schicke mein Pferde ja sowieso in den Hänger , sodass ich hinten zumachen kann . Vorne wartet leckeres Essen auf sie . Yuka ging immer rauf und meist ganz schnell wieder runter . Ich habe  ihm erklärt , ich würde von ihm erwarten , dass er sich fürs Einsteigen interessiert  und  dass er nach geraumer Zeit  hochgeht . Ich sagte ihm es wäre okay , wenn er ein paarmal wieder runtergehen würde . Ich würde dann nur von ihm erwarten , dass er danach sofort wieder hochgeht . Dieses Spiel würde erst aufhören , wenn er freiwillig oben stehen bleibt und ich zumachen darf . Am Anfang habe ich ihm die Zeit gelassen die er brauchte . Da ging es dann schon mal 30x und mehr rauf runter . Ich ließ ihn einfach machen und behielt meinen Wunsch im Focus . Und siehe da , es dauerte gar nicht lange und ich konnte nach 2 oder 3x rauf runter , die Stange schließen . Yuka sagte mir ganz deutlich wann er bereit war . War er es noch nicht , stellte er sich so in den Hänger , dass die Stange nur mit Drücken zu schließen wäre . War er bereit , veränderte er die cm und ich durfte die Stange ohne Druck schließen . Dann konnte ich mir auch Zeit lassen , er blieb gelassen oben stehen .

So kamen wir auch völlig entspannt und als erste von unserer Truppe in Ruschwedel an . Wir wurden sehr freundlich begrüßt und dann gefragt zu wem wir gehörten . Auf die Antwort zum Team Legerete , kam die Frage aber das ist doch nur ein Pony . Kannte man Corinna doch mit ihren stolzen Barockpferden . Er war eben das Barockpony und sollte auch noch zeigen , wie gut er ein solches repräsentieren konnte .

Für unsere Pferde waren Paddockboxen direkt am Geschehen aufgebaut . Nachdem Yuka die bekannten Pferde neben sich hatte , war seine Welt völlig in Ordnung .

Es waren verschiedene Showeinlagen geplant . 

 

Rassenvielfalt

Hier mit dem Islandpullover durfte Yuka zeigen , dass ein dressurmässig ausgebildeter Isländer trotzdem gut tölten kann . Ich hatte ihn mit seiner Lieblingsstange gezäumt , die auch 4 zügelig zu nutzen ist . Mit diesem Gebiss hatte ich nie was in der Hand , sondern ein Pferd , das sich selber trug und auf feinste Fingereinwirkung reagierte . Dieses Gebiss hat er durch ausprobieren selber ausgesucht .

Pferd und Hund

Tjorva fand es immer sehr toll auf  Yuka zu sitzen und von dem erhöhten Ausguck alles zu beobachten . Leider war Yuka ja nicht applausfest und so durfte sie nur im Stand drauf sitzen , um sie nicht zu gefährden . Tina hielt Tjorva in einer gewissen Entfernung fest und schickte sie auf ein Zeichen los . Sie rannte zu mir , sprang dann an mir hoch und konnte so selbstständig auf Yukas Rücken gelangen . Ihr machte das Ganze Riesenspaß .

 

Barock  unterm Reiter und an der Hand

Das erste Mal habe ich Yuka noch an der Hand mit reingenommen . Da er jedoch bei dem Applaus sehr stürmisch reagierte , habe ich es bei zweiten Vorführung sein lassen . Ich wollte keine unschönen Bilder , weil ich mal kurz zupacken muss , damit er bei mir bleibt .

Dafür zeigte er sich unter dem Sattel umso toller . Er war einfach nur fröhlich und gut gelaunt . Mit seinen Kumpels gemeinsam , konnten selbst alte knatternde Traktoren ihn nicht rausbringen . Ich brauchte nur denken , mein Pony zeigte alles . So ist Schaureiten einfach ein Genuss .

Landesbreitensport Bad Segeberg 2010

Ermutigt durch das tolle Teamturnier und durch die Sicherheit , dass Corinna immer wertschätzend und positiv kommentiert , haben wir uns auf das Landesbreitensportturnier getraut .

Wir fuhren schon am Freitagabend hin und bauten unser Paddock auf  . So konnte Yuka in Ruhe ankommen und sich das ganze Gewusel mit den vielen Pferden und Menschen anschauen . Auf eine Veranstaltung zu gehen , auf der es keine Möglichkeit gibt die Pferde auf Paddocks oder in die Box zu stellen , kommt für mich überhaupt nicht in Frage . Ich empfinde es als unfair gegenüber dem Pferd , dass es eingesperrt im Hänger warten muss . Da ist Segeberg ja ganz hervorragend organisiert und das Campen gemeinsam mit den Pferden einfach wunderschön .

Als älterer Herr durfte Yuka ja schon beim alten Pferd mitmachen . Wir sind eine einfache Dressuraufgabe geritten . Er lief super locker , entspannt und zufrieden und gewann diese Prüfung .

Dann war die schwere Kür dran . Yuka war schon vorher spannig und mochte gar nicht mehr gerne irgendwohin gehen . Auf dem Abreiteplatz schielte er immer nach der Lücke im Zaun und wäre gerne gegangen . Irgendetwas hatte wieder seine Unsicherheit ausgelöst . In der Prüfung lief er dann nur noch mit angezogener Handbremse . Da war nichts mehr mit locker fröhlich vorwärts . Er machte alles sehr artig , aber der Ausdruck fehlte völlig und die Musik passte natürlich auch nicht mehr . 

Trotzdem waren es tolle Tage und ich weiß mein Pony hat alles gegeben was er gerade konnte .

 

Hausturnier Wüstenkate 2010

Wir hatten Corinna Scholz kennen gelernt und hatten beide Spaß an ihrer Art mit den Pferden zu arbeiten . Sie konnte Yuka sehr gut einschätzen und auf seine ganz spezielle Art gut eingehen . So wurde aus meinem Islandpony immer mehr ein Barockpferd und das gefiel ihm . Wir fuhren oft in die Wüstenkate bei Kaltenkirchen und trafen uns da mit netten Menschen und Pferden . Es war immer so ein bisschen wie früher auf den Ponyhof . Gemeinsam etwas mit den Pferden machen , hin zu schauen wie sieht es bei den Anderen aus und was kann ich davon mitnehmen . Yuka hat sehr gerne dort übernachtet , was für ihn gar nicht selbst verständlich war . Aber dort gab es ja Rolf , der jedes ankommende Pferd liebevoll begrüßte und umsorgte . Dem konnte Yuka , obwohl er ein Mann war , sofort vertrauen . Damit fand er sein Ponyhotel völlig in Ordnung .

Ich durfte in der Zeit ganz fiel bei Corinna zuschauen , durfte sie bei ihrer Arbeit begleiten und auch selbst mal an den unterschiedlichen Pferden fühlen . Eine spannende Zeit die meinem Horizont nochmal um vieles erweitert hat .

So haben wir auch gemeinsam geschaut , welche Prüfungen zu  Yuka auf dem ersten Teamturnier passten und Corinna hat dann die passende Musik geschnitten . Zu der Zeit hatte ich von Computern und von sowas wie Musik schneiden absolut keine Ahnung . Auch dieser Horizont erweiterte ganz automatisch dabei . Für die schwere Kür hatte Corinna ein Stück aus Harry Potter ausgesucht  und ich setzte dementsprechend den großen Zaubererhut auf .

Wir hatten drei Prüfungen genannt : die klassische Dressurprüfung 2 , die Arbeit an der Hand 2 , die schwere Dressurkür und in der offenen Kür die Arbeit am Langzügel . Yuka hatte Spaß und machte super mit . Drei 2. Plätze und in der schweren Dressurkür sogar der ersten Platz belohnten ihn . Natürlich war das Starterfeld sehr übersichtlich , aber es ging ja auch gar nicht wirklich um die Platzierungen  . Ich war einfach superstolz auf meinen kleinen Zausel und wir beide haben einfach einen tollen Tag gehabt .

Die oberen Fotos zeigen Yuka auf dem Paddock neben Corinnas Hengst Esperanzador . Beide konnte durch die Absperrung zwischen ihnen gut und ungefährlich Kontakt aufnehmen .

 

Die ersten digitalen Fotos

Hier ist schon deutlich zu sehen wie schön er sich im Galopp versammeln kann und dabei die Kruppe absenkt . Er musste es lernen , ist er doch ein Gangpferd und der 3Takt Galopp ihm nicht in die Wiege gelegt . Es wurde seine Lieblingsgangart , immer schön gesprungen und versammelt . 

Er hatte mit Menschen am Boden und er frei in der Bahn wahrscheinlich schlechte Erfahrungen gemacht . Ließ ich ihn frei , ging er in eine Ecke und blieb dort mit dem Kopf in der Ecke völlig verunsichert stehen . Trieb ich ihn dort raus , rannte er ein Stück nur um dort wieder ein zu parken . Gleichzeitig sah ich deutlich , dass er guckte , ob es nicht einen Ausgang gab . Er fühlte sich anscheinend eingesperrt und ausgeliefert . Mit ganz kleinen Schritten und einer Art Clickertraining ohne Clicker nur mit Lobwort , konnte er sich darauf einlassen und fing an Spaß daran zu haben . Es dauerte auch bis er das ersten Mal auf dem Podest stand . Er verstand einfach nicht , dass er sich hochdrücken musste , wenn ein Fuß drauf stand . Nachdem er wusste wie ,  wurde es zu einer seiner Lieblingsübungen .

Das freie Hinlegen dauerte noch länger , da er jahrelang sich nicht traute , sich an der Hand zu wälzen . Wir haben viele , viele Runden auf dem Reitplatz gedreht , bis er der Sache soweit vertraute , sich auch meiner Nähe zu wälzen . Danach liebte er es . Gemütlich im Liegen Leckeres zu kauen , das war schon toll . Es war nie sicher abrufbar . Er bot es mir an , wenn er bereit war .

In der Herde war er immer der Chef . Kein guter Chef , da eigentlich zu unsicher , war er für die anderen Pferde schwer einschätzbar und keiner wollte wirklich was mit ihm zu tun haben . Kam es wirklich mal zum Kraulen mit einem anderen Pferd , biß er mittendrin den anderen plötzlich heftig weg . Der fragte nie wieder nach seiner Freundschaft . So hatte er nie wirklich richtige Freunde , sondern lebte einfach so mit der Herde . Erst seitdem Paddy die Führung übernommen hat , kann er Fellkraulen und auch gemeinsam mit den anderen essen .

 

Seine Geschichte

Yuka wurde in Krukow bei seiner Züchterin geboren . Loftsteinn bedeutet der Meteorit . Er bekam diesen Namen weil er ein sehr kompaktes eigenwilliges Fohlen war .

Nach einer Fohlen-Feif von 8,1 kaufte Silke Köhler ihn . Er war eines der ersten Fohlen von ihrem damaligen Deckhengst Litli-Stigur und sie hoffte sicherlich dass er mal gekört  würde . Ich habe Fotos von ihm gesehen , wo sie ihn vorgestellt haben . Gesichert mit einer Hengstkette auf der Nase . Da sieht man schon sein Angst- und Trotzgesicht und das Typische nach einem Ausgang zu suchen . Er hat sich wohl so schlecht benommen , dass damit das Thema Körung erledigt war .

4jährig wurde er angeritten und im Herbst verkauft . In dem halben Jahr danach muß er so einiges durchgemacht haben und viele Menschen haben versucht ihn zu brechen . Ich habe ja immer nur so Stückchen seiner Geschichte so nach und nach erfahren .

Als ich ihm im Frühjahr 1995 begegnete stand er wieder bei Silke Köhler . Sie selber war zu der Zeit auf Island . Ich suchte nach Yuri ein Pferd für mich zum Ausbilden und wieder mehr Dressurreiten . Ein junges Mädchen aus Island ritt ihn mir vor und war sehr begeistert von ihm . In Englisch versuchten wir uns zu unterhalten . Auf mich machte er den Eindruck eines gerade angerittenen Pferdes , das noch sehr unsicher ist . Irgendetwas an ihm  faszinierte mich und obwohl ich keinen Rappen wollte , war ich irgendwann sicher der ist es . 

So holte ich ihn ab und der Transport lief völlig problemlos .

Hier fiel als Erstes auf , dass er eine unendlich Angst vor Männern hatte . Schon die Stimmen von Handwerkern auf dem Hof verunsicherten ihn so , dass er nur noch zitternd in einer Ecke stand . Auch zeigte sich schnell wie er mit Angst umgeht , wenn er nicht ausweichen kann . Er versucht mit aller Macht und allen Tricks zu gehen und sich so jeder Manipulation zu entziehen . Dann ist er überhaupt nicht nett und wenn man ihn nicht kennt , erkennt man nicht die Angst die dahinter steht . Es zeigte sich immer wieder , dass gerade dieses Verhalten , Männern extrem wütend werden lässt , weil da mit Kraft nichts ausrichten .

So durfte er seinen Hufschmied und seinen Tierarzt selbst aussuchen . Sein Glück war das Ralf Bornholdt gerade neu als Schmied angefangen hatte und als Urlaubsvertretung zu uns kam . Er nahm sich die Zeit , die Yuka brauchte und erzählte ihm "Märchen" , bis er sich problemlos die Hufe machen ließ . DANKE RALF !

Das zahlte sich aus . Yuka stand erst mal nur bei Ralf vertrauensvoll , später auch bei seiner Helfern , weil diese auch bereit waren den Charakter dieses Pferdes zu respektieren .

Noch heute unterscheidet er wer als Tierarzt/in auf den Hof zum Impfen kommt . Haben die eine hohe Grundspannung geht er . Wirkt er alles sehr entspannt und das Impfen so ganz neben bei , bleibt auch er entspannt neben uns stehen . Zum Glück brauchte er sonst noch nie tierärztliche Hilfe .

Bei dem jährlichen Zahnarzttermin , der ja bei allen Pferden ohne Sedierung erfolgt , versucht er immer noch schneller als der Andreas zu sein . Er beobachtet ganz genau und nutzt jede Chance , z.B. wenn Andreas die Feilen tauscht , um seine Hals in die andere Richtung zu drehen und massiv zu gehen . Lässt sich Andreas da von ihm überhaupt nicht manipulieren , sondern hält ihn ruhig und konsequent am Platz , werden seine Versuche immer weniger . Das Raspeln kann er dann gut ertragen .

Aber wieder zurück zu seinen ersten Jahre . Kleine Kinder durften überhaupt nicht in seine Nähe kommen . Da legten sich seine Ohren deutlich nach hinten und er versuchte die richtig zu beißen .

Beim Reiten brachte er mir bei , niemals mit ihm zu kämpfen , da dabei keiner von uns gewann . Nach solchen Situationen waren wir beide nur frustriert . Also andere Wege suchen . Und die fanden wir . Er wurde zu einem ganz tolles Dressurpferd mit einer hohen Bereitschaft zur Versammlung , als er erstmal verstanden hatte , dass schnell nicht sein muss .

Ein weiterer Durchbruch kam als ich das Gebiß austauschte . Anfangs hatte ich ihn mit doppelt gebrochener Wassertrense geritten . Da wurde er sehr schnell fest und ich musste ständig an seiner Lockerheit arbeiten . Bekam er mal Stress hielt er das Gebiß einfach fest und ging . Das war sicher erlerntes Verhalten . So bekam er eine Dressurkandare mit Unterlegtrense . Jetzt wurde Vieles einfacher . Es reichte ein leichtes Annehmen der Kandare um ihn im Genick wieder zu lockern . Der Trab wurde schöner und schwingender und der Tölt wurde mehr zum Viertakt durch die Lockerheit im Genick . Er konnte sich selbst besser tragen , was durch seinen mächtigen tief angesetzten Hals und seine Überbautheit nicht zu seinen natürlichen Eigenschaften gehörte .

Im Gelände ritt ich ihn mit einem doppelt gebrochenem Pelham . Sicher nicht das sanfteste Gebiß , aber Yuka schien es am besten zu gefallen . Da ich im Gelände meist am durchhängenden Zügel ritt kam die Kinnkette nur zum Einsatz , wenn er sich total fest machte und drohte zu gehen . So war es für uns Beide ein sicheres Gefühl .

 

Im Laufe der Jahre startete wir auf Isiturnieren , nahmen an Distanzritten teil und gingen auf Wanderritte .

Yuka wurde zu einem tollem Pferd mit vielen Erfolgen . 

 

Er blieb aber immer seinem Charakter treu und war nie ein einfaches Pferd . Trecker machten ihm Angst , nachdem einer mal so nah vorbei gefahren war , dass Yuka fast im Graben landete . Er hörte oder sah sie schon lange vorher . Gewöhnungstraining half gar nicht . Erst als ich ihm immer die Möglichkeit geboten habe auszuweichen wurde es besser . Da reichte ihm dann eine kleine Auffahrt oder ähnliches als Ausweichstelle .

Das Geräusch von flatternden Fahnen oder auch Kleidungstücken versetzte ihn in Panik . Das wurde auch nie richtig gut . Das einzige Mal richtig durchgegangen ist er bei heftigem Gegenwind und ich saß mit einer flatternden Kapuze obendrauf . Da wurde mein Pferd  völlig starr und wollte nur weg . Da war kein Halten , kein Wenden oder ähnliches mehr möglich . Gerettet hat uns , dass wir in den Windschatten kamen und er sich durch Stimme und Kraulen am Hals wieder beruhigen ließ . Er blieb zitternd am ganzen Körper schließlich stehen .

 

Auf den Isiturnieren wurde er immer ein wenig belächelt , da er für deren Verhältnisse ja deutlich zu stabil und zu rund oder besser gesagt dick war . Ich habe dadrüber gegrinst und hatte einfach das Bedürfnis zu beweisen , dass mein dressurgerittener Isi trotzdem gut tölten kann . Heute ist das in vielen Köpfen sicher selbstverständlicher , damals 2001 war es das noch gar nicht . So haben wir sogar eine Platzierung bei den Norddeutschen Meisterschaften im Tölt bekommen . Ich habe gerade den alten Zettel mit den Wertnoten wieder gefunden und war erstaunt , dass wir in allen Prüfungen gut abgeschnitten haben und das völlig ohne viele Prüfungserfahrungen . Im Tölt mit 5.25 und 5,37 jeweils den 5. Platz . Im Gehorsam eine 5,47 und den 3. Platz . Im Viergang eine 5,43 und den 6.Platz . Ich war superstolz auf mein nicht Sportpony .

Auf diesem Turnier hatten wir sein Paddock direkt neben der Ovalbahn aufgebaut , weil ich wußte das er gerne zuguckt . So war es auch den ganzen ersten Tag . Was ich nicht bedacht hatte war der abendliche Höhepunkt : Passrennen bei Flutlicht direkt vor seinem Paddock . Es war lautes Anfeuern und Klatschen dazu ein für ihn sicher unheimliches Spiel mit Licht und Schatten . Zum Glück stand unser Bus direkt daneben . Da es in Strömen regnete hatten wir uns schon nach drinnen verzogen , Ulrike schlief schon . Als das Rennen begann , sah ich wie mein Pferd völlig abdrehte . Er begann zu scharren , versuchte  durch die Bänder zu gehen , schlicht er wollte einfach nur weg . So ein Paddock ist nicht gerade gebaut um dem Stand zu halten . Also ich raus , halb nackt , Schuhe nur so halb an den Füßen  . Halfter hatte er zum Glück dran , aber ich wußte aus Erfahrung ihn damit halten zu wollen war utopisch . Ulrike hatte von allem dem nichts mitbekommen , so dass ich erstmal gegen Auto donnern musste um sie wecken . Mein Pferd allein zu lassen traute ich mich nicht , dann wäre er bestimmt durch den Zaun gegangen . Das mitten in der Nacht auf einem Platz mit vielen Pferden und Paddocks , völlig panisch . War nicht so das was ich mir vorstellen wollte . Zum Glück wurde Ulrike wach und konnte mir die Kandare geben , damit ich einen Hebel in der Hand hatte um ihn bei mir zu behalten . Das Rennen dauerte nicht all zu lang , das Licht aus und wir konnten alle wieder schlafen gehen . Wenn man wenig anhat kann auch nur wenig nass werden . Weiter bis auf die Haut geht der Regen ja bekanntlich nicht . Nasse Sachen aus , trockene an und schön einkuscheln . Yu-ka bekam eine Regendecke , da der Regen immer mehr zunahm und es auf einem Paddock ja keine Bewegungsmöglichkeiten oder Schutz gibt .

Er ging mit in den Urlaub und auf Wanderritte . Er guckte immer gerne Sachen an und manchmal hatte ich das Gefühl er würde sich gerne auf eine Bank mit Aussicht setzen und einfach nur schauen . Bei einem Ritt mit einer Försterin durften die Pferde auch an den verschiedenen Wildtierfellen riechen . Am Tag drauf senkte Yuka die Nase und ging eindeutig auf einer Wildschweinfährte ins Gebüsch . Dass die Eifel so viel "Berge" hatte fand er echt blöd . Nachdem er zur ersten Burg hochgekraxelt , stand Burgen anschauen nicht mehr auf seinem Wunschzettel . Er fragte bei jeder Steigung , ob das denn wirklich not tat . 

Auf einem Distanzritt für Islandpferde über 30km war er sehr erfolgreich , aber das war auch so gar nicht sein Sport . Solange im gleichmässigen Trabtempo durchs Gelände laufen , och nööh . Dann lieber schöne Versammlung auf dem Reitplatz .