Yu-ka-teh April 2020

25 jähriges Jubiläum mit seinem Schmied und Hufpfleger Ralf Bornholdt

Als Yuka 5jährig hier einzog fürchtete er sich sehr vor Männern . Alleine männliche Stimmen z.B. von Handwerkern brachte ihn in der hintersten Ecke zum Zittern . 

Der erste Schmied , der für ihn hier auf den Hof kam , war ein sehr erfahrener Islandpferde-Beschlagsschmied . Der erwartete das Isländer ruhig und gehorsam stillstehen . Das konnte Yuka aber nicht . Er fürchtete sich und tat dann das , was ihm als einzige Lösung erschien , mit aller Macht versuchen zu flüchten . Je mehr Druck kam , je mehr steigerte er seine Abwehr . Seine Reaktion kann Menschen schon wütend machen , da überhaupt keine Kooperationsbereitschaft mehr vorhanden ist . Die eigentliche Ursache seine Angst und seine Erwartung , dass schlimme Dinge passieren könnten , ist dann nicht mehr sichtbar .

Ralf hatte zu der Zeit gerade als selbstständiger Schmied angefangen und arbeitete als Vertretung .

Als "Neuer" bekam er sowieso viele von den schwierigen Pferden und er hatte Lust und Zeit .

So begannen die "Märchenstunden" für Yuka . Ihm Zeit lassen sich zu entspannen und ihn einfach Vollsabbeln . Ganz nebenbei ein bisschen Hufe machen . Erst dauerte es eine Stunde bis alle 4 Hufe gemacht waren . Er zitterte immer wieder am ganzen Leib , aber er versuchte nicht mehr mit aller Macht zu gehen . Anfangs durfte nur Ralf ohne Helfer ihn machen . Später war es für ihn auch völlig okay , wenn einer der Helfer ihn machte . Er hatte gelernt , dass da nicht Böses passieren würde .

Heute mit 30 Jahren steht er unangebunden und entspannt da . Die Füße hoch zu heben fällt ihm schwerer , aber gemeinsam schaffen die beiden es .

Yu-ka-teh März 2020

Er feiert dieses Jahr seinen 30 Geburtstag

Jetzt läuft Yuka wieder fröhlich und so gar im Trabtakt über die Weide . Seit Mitte letzten Jahres hatte er arg zu kämpfen . Vorne links war die gesamte Röhre dick , die Sehnen und der Fesselträger schienen beteiligt . Zeitweise hüpfte er mehr auf 3 Beinen , als das er richtig lief . Dabei war er auffallend gut gelaunt und fand es toll , wenn Louisa , die Tierärztin , sich um ihn kümmerte . Sie durfte alles bei ihm machen , was für dieses Pferd ja sehr ungewöhnlich ist . Sogar beim Spritzen stand er völlig entspannt .

Um das gesunde Bein nicht zu überlasten bekam er Schmerzmittel , die keine sichtbare Besserung brachten . Daher habe ich die nach 5 Tagen abgesetzt . Ich habe ihn nie eingesperrt , er durfte auf der Weide und im Paddock so laufen , wie er wollte . Einsperren wäre für ihn Stress pur gewesen und für mich ist die Gefahr zu groß , dass das Rumstehen den Allgemeinzustand nur verschlechtert . Da er der Ranghöchste ist , bestand nicht die Gefahr , dass er von den anderen gejagt wird . Auch ohne weitere Medikamente , nur mit Teufelskralle , verbesserte sich sein Laufbild nach ca einem Monat . So wie es jetzt war , konnte ich gut damit leben und er sowieso . Es wurde dann nochmal massiv schlechter , so dass er nach dem Weidegang wieder mehr lahmte . Ich brauchte noch mal eine Meinung von Louisa . Wir haben versucht ihm mit einem Stützverband Halt und Wärme zu geben . Auch das schien ihm zu gefallen . Er stand vorbildlich still . Nach einer Woche wickeln war es besser und er zeigte , dass er keine Lust mehr darauf hatte .Ich hatte nie das Gefühl eine aufwendige Diagnostik zu brauchen , mit 30 Jahren funktioniert schon mal was nicht mehr perfekt . In der Cavallo hatte zufällig von einem Präparat EQ7 der Firma Inropharm gelesen , das Sehnen und Gelenke bei der Heilung unterstützten soll . Dieses hat er 2 Monate lang bekommen . Zusätzlich bekam er noch Physiotherapie von Jana Peters . Sein Gesicht zeigte absolutes Wohlfühlen und nur an dem betroffenen Bein  reagierte er mit dezenter Abwehr . Jana war trotz seines Alters sehr zufrieden mit Gesamtzustand . Das starke Lahmen war sehr schnell wieder weg , das etwas lahmen dauerte und heute sieht man es fast nicht mehr . Er hält gerne ein Schläfchen , wenn er von der Weide reinkommt . Nachts liegt und schläft er sowieso . Meine Absprache mit ihm ist , er darf jederzeit sagen , wenn ihm etwas zu viel wird und er gehen möchte .

So sah sein Verband aus . Im dritten Bild schon etwas schmutziger . Drauf unterschreiben fand er toll.

Wer krank ist braucht was Schönes zu essen . Sein absolutes Highlight : selbst gebackener Apfelkuchen von Tine mit vielen knusprigen Streuseln .

Dezember

Ponyglück an einem frostigen rosa Morgen .

November

Ein seltener Moment . Alle 3 gemeinsam in einem Stall und Yuka liegt entspannt . 

Mai

Den alten Herrschaften geht es gut . Sie genießen ihr Rentnerdasein und scheinen es auch nicht zu vermissen , noch eine Aufgabe zu haben . Yuka ist verfressen wie immer und auch mit seinen 29 Jahren sehr gut gerundet . Darum steht er nachts getrennt von Yuri , da dieser viel langsamer frisst und auch nicht mehr ganz so leichtfuttrig ist . Yuri genießt die Zeit in der er nicht von Yuka genervt und geschickt wird . Beide schlafen so nachts gemütlich jeder in seiner Hütte .

Von Paddy gibt es weiterhin keinerlei Nachrichten .

rEin seltener Moment : Yuka krault sich mit Yuri . Oft geht Yuri schon vorher , weil er weiß , dass Yuka nur sehr kurze Zeit freundlich krault und dann irgendwann richtig zubeißt .