Mr. Benjamin Flowers T.R. (Benni)

Haflinger

Geboren 1995 in Brandenburg

Seit 2002 im Besitz von Gisela Fritz

Ich suchte damals nach einem neuen Pferd für mich. Kriterien: nicht bissig (wie mein voriger Janosch), nicht schreckhaft (wie mein voriger Jackson). In einer Pferdezeitschrift sah ich unter hunderten von Pferdeverkaufsinseraten einen Haflinger, der mit einem Stockmaß von 1,47 in mein Beuteschema passte. Außerdem war er mit einem Westernsattel ausgestattet und wohnte in einem Stall, wo er auch im Kinderunterricht eingesetzt wurde. Und da er als "schenkelgehorsam" beschrieben wurde, interessierte er mich. Das kannte ich bisher von Haflingern eher nicht.

Also - angerufen und hingefahren und probegeritten. Vorwärts, seitwärts, rückwärts, alles ging, außer Linksgalopp. Dann sollte ich mit ihm über einen kleinen Holzsteg reiten (ich hatte gesagt, dass ich im Bereich Westernreiten besonders gerne an Trailprüfungen mitmachen würde), aber der sah so morsch aus, dass ich ablehnte mit der Begründung, er würde ja unter uns zusammenbrechen. Also ritt die Besitzerin mit "Herrn (Benjamin) Blümchen" (so hieß er damals) darüber - der Holzsteg brach zusammen, Benni glich das aus und zuckte mit keinem Ohr. Überhaupt nicht schreckhaft! Während mit fast das Herz stehengeblieben war.

Die darauffolgende Ankaufsuntersuchung bestand er nicht, gleich beim ersten Bein der Beugeprobe lahmte er deutlich. Ich hatte aber den Eindruck, dass er einfach überrascht war, dass er plötzlich lostraben sollte, denn vorher, während der TA sein Bein gebeugt hielt, döste er in der Sonne vor sich hin. Nun ja. Der TA wollte seine Sachen schon wieder einpacken, untersuchte aber dann auf meine Bitte hin auch die andern Beine. Diesmal wußte Benni, worum es ging, und trabte zügig los. Anschließend ließen wir ihn noch in einem matschigen und tiefen Roundpen galoppieren, und weil das alles okay war, leistete ich eine Anzahlung und holte ihn eine Woche später ab. Die vereinbarte Probezeit meisterte er souverän, und viele Jahre lang war er nie lahm. Und inzwischen immer noch nie auf diesem zuerst gebeugten Hinterbein.

Ich ritt mit ihm auf etlichen Westernturnieren, und tatsächlich wurde der Trail unsere Lieblingsdisziplin. Oft haben wir gewonnen, manchmal sorgte er für sehr humorvolle Momente, zB als er in aller Ruhe in einem kleinen Stangenviereck stand und die kleinen bunten Stangen mit den Hufen betastete. Die waren kürzer und eckig und sahen anders aus, und er wollte die kennen lernen! Und ich saß lachend drauf, konnte nichts machen, und die Richter meinten nur: "Angst hat der aber nicht!" Oder ein anderes Mal mit meiner Reitbeteiligung, wo er am Ende einer Horsemanship-Prüfung einfach weiter rückwärts ging (Lena hatte kein deutliches Signal zum Anhalten gegeben, als ging er brav immer weiter😜) und dabei leider die vorgeschriebene Linie kreuzte und somit disqualifiziert wurde. Aber egal, die Zuschauer hatten ihren Spaß und sahen ganz deutlich, dass er genau das tat, was seine Reiterin ihm sagte. Dass die gerade so undeutlich "nuschelte", war ja nicht seine Schuld.

Eine seiner Eigenarten war, dass wenn wir als nächster Starter vor dem Einritt zum Trailplatz warteten und ich den Vorreiter studierte und den Parcours nochmal meditierte, Benni in aller Ruhe seine Blase entleerte. In der Zeit konnte ich dann dem Doorman in aller Ruhe die Bedeutung des Namens erklären, so dass der dann auch was zu lachen hatte. Und beim Warten auf die Siegerehrung konnten wir uns auch an der Pommesbude anstellen und was zu essen oder zu trinken kaufen....

Benni konnte in fremder Umgebung durchaus mal kernig sein. Ich habe noch das Raunen des Publikums im Ohr, als er beim Angaloppieren für eine Reiningprüfung irgendwie bockte und ich nur dachte: Na, toll! Galopphife zu stark gegeben! Ich wußte nicht, wie hoch er mich aus dem Sattel geschleudert hatte und wie wild das wohl ausgesehen hatte. Aber immer hat er mich bei solchen Dingen wieder "aufgefangen", ich bin in all den Jahren kein einziges Mal von ihm runtergefallen.

2008 hängte ich das Westernreiten an den Nagel. Grund war, dass es bei uns keinen Trainer mehr gab und ich in unserem Stall die einzige Westernreiterin war (die andern hatten den Stall gewechselt). Somit wäre ein eingeflogener Trainer zu teuer. Außerdem wurde ich wegen meiner chronischen Erkrankung frühpensioniert, hatte weniger Geld und auch nicht mehr die Kraft, auf Turniere zu fahren. 

Da sich aber ja ohne regelmäßiges Training bei jeder Art von Reiten Fehler oder Nachlässigkeiten einschleichen und da man in jeder Reitweise gut oder schlecht reiten kann, entschied ich mich, Benni auf Dressurreiten umzustellen. Ich hatte ja auch so angefangen und kannte das von daher noch.

Weil Benni einen sehr starken und dicken Hals hat, fällt ihm die in der englischen Reitweise geforderte dressurmäßig Haltung sehr schwer. Und als Haflinger hat er natürlich nicht die sportlichen Gänge. Aber wir sind rein von den Lektionen her bis zu L gekommen. Und das finde ich schon echt toll "für so ein Pferd".

Und ab hier die aktuellen Nachrichten!

Ende 2017 / Anfang 2018

Ende November ist Benni nochmal umgezogen. Ich hatte immer das Gefühl, dass er und Háfeti eifersüchtig aufeinander waren und dass jeweils einer sich zurückgesetzt fühlte, wenn ich mich mit dem jeweils anderen beschäftigte. Zudem war das Wetter ja dauernd sooo schlecht, dass meine beiden nicht auf den tiefen und ekligen Matschpaddock durften und Benni von daher wenig Bewegung hatte. Und beim Reiten im Schritt langweilten er und ich uns sehr, aber "mehr" reiten ging irgendwie auch nicht, ich hatte das Gefühl, er braucht und will es nicht und ich hätte ihn furchtbar treiben müssen und das wollte ich nicht. Da ergab sich, dass eine Bekannte, die sonst immer ihr Pferd im Winter in unserm Stall stehen hatte, keine freie Box mehr bekommen konnte. Und so haben wir kurzerhand getauscht. Ihr Pferd durfte in Bennis Box ziehen und Benni zog drei km weiter auf einen Ferienhof, auf dem auch andere Haflinger stehen (und ein alter Warmblutwallach, links auf dem Bild). Wir wollten erstmal testen, ob Benni sich dort einlebt. Ich besuchte ihn gleich am ersten Tag - da war er mit dem Isi/Shettymix draußen und "beschwerte" sich deutlich bei mir, dass ich ihn wohl dort vergessen hätte und dass er bitte wieder nachhause möchte. Aber am zweiten und dritten Tag war er schon deutlich entspannter, und mittlerweile hat er sich gut eingelebt. Wir sind schon öfter am Deich spazieren gegangen, und Andrea kümmert sich auch ab und zu um ihn und ist schon einmal mit ihm ausgeritten. In der sechsköpfigen Herde hat er jetzt seinen Platz gefunden und passt gut hinein.

Geplant ist, dass er dort wohnen bleibt und im Sommer für Feriengäste "genutzt" werden wird. Da ich dort dann auch Reitunterricht gebe und ihn ansonsten ja auch besuche, fühle ich mich ihm immer noch nahe. Aber die Rivalität zwischen beiden Pferden ist eben weg, und je nachdem, bei welchem ich gerade bin, bin ich GANZ bei ihm. Das gefällt mir gut, und ich bin froh, dass sich für Benni und mich dieser Weg geöffnet hat.



Alicia ist wieder da. Und weil Benni so gut drauf ist, darf sie ihn jetzt (August) auch wieder reiten. Am ersten Tag nur im Schritt, aber nach einer Woche jetzt auch in allen Gangarten. Er lahmt überhaupt nicht, das Tickern ist nicht zu sehen oder zu spüren, er ist fröhlich und willig dabei. Alicia und er mögen sich sehr.

Kurz vor dieser Aufnahme sagte Alicia:
"Immer, wenn ich Benni geritten habe, bin ich danach den ganzen Tag glücklich."

Ich hätte fast geheult vor Freude über diesen Satz, denn so wie Alicia geht es mir zur Zeit auch mit ihm.

Benni ist wieder glücklich und macht uns glücklich.

Im August wechselte Háfetis Nachbar den Stall, und ein neues Pferd kam hinzu. Ein richtig großes Großpferd! Da haben wir kurz entschlossen die Boxen getauscht, und jetzt steht Benni neben Háfeti und scheint nichts dagegen zu haben.

Benni ist in jeder Hinsicht wieder fröhlich und gut gelaunt. Die Mauke ist soweit abgeheilt, die Narben versorge ich immer noch mit Salbe und so weiter, aber von seiner Mattigkeit und "Depri" ist nichts mehr zu merken. Er ist wieder der Goldschatz von vorher.

Im Juli, nach dem Ausritt in Christianslust, habe ich mich dann auch mal wieder das erste Mal auf Benni gesetzt. Er hat mir so deutlich signalisiert, dass ich das dürfte und dass er das gerne hätte. Ich bin beim ersten Mal nur 10 Minuten Schritt geritten, aber diese Zeit hat genügt, um mich total glücklich zu machen. Ich spürte solch eine positive Resonanz von ihm, das hätte ich nie für möglich gehalten. Ich war so geflasht, dass ich nachts vor lauter Glück nur schlecht einschlafen konnte. Das Dauergrinsen ging einfach nicht weg...

Danach hab ich mich wieder regelmäßig auf Benni gesetzt. Nach wie vor bin ich nur Schritt geritten und "arbeite" sozusagen nur daran, dass er mich wieder trägt und dass er beweglich bleibt. Er hat nichts verlernt, weder Schenkelweichen noch Travers noch Rückwärts. Und immer noch freut er sich, wenn ich ihn reite. 😍😍

Das und die drei oberen Bilder war am 14.7.2017. Meine Nichte Linda war zu Besuch und Benni war soweit wieder fit, dass ich ihr erlaubte, ihn im Schritt zu reiten. Wie man sieht, hat er sich nicht immer dran gehalten 😉. Er hat den Ausritt in Christianslust sehr genossen: immer was zu fressen in Reichweite und immer neben oder hinter Háfeti her - und nur manchmal aufpassen, dass man den Anschluss nicht verliert!!

Ich mag dieses linke Foto von Benni so besonders gerne, weil er so richtig dynamisch und lustig aussieht. Er war die ganze Zeit super artig und fröhlich.

Anfang 2017: Benni hat Mauke 😣

Anfang 2017 bekam Benni Mauke. Und die ging nicht weg, im Gegenteil, sie wurde immer schlimmer. Und er tickerte wieder, ging im Januar sogar im Schritt deutlich lahm für längere Zeit. Gegen die Mauke fiel unseren Tierärzten nichts ein, eine Blutuntersuchung ergab einen Mangel an roten Blutkörperchen. Er war richtig schlecht zuwege, lag viel und machte einen matten Eindruck. Ich hab ihn ab und zu laufen lassen, aber er durfte nicht mit den andern toben, und in der Führanlage mochte ich ihn auch nicht laufen lassen aus Angst vor neuen Bakterien. Also hat er von Januar bis zum Sommer nur Pause gehabt! Als die Weidesaison begann, wurde er allmählich fitter und fröhlicher. Endlich war auch die Mauke abgeheilt, und, wie weiter oben zu lesen, alles wurde wieder richtig schön!!

Das ist Bennis schlimmste Maukestelle am linken Hinterhuf. Die ist sehr groß, und es hat sich eine dicke wulstige Narbe gebildet. Die wird wohl bleiben, da wird kein Fell mehr drüber wachsen.

So sieht die Stelle vor Beginn der Behandlung nach Peter Denius aus - 21.3.2017.

Dieses Bild zeigt auch Bennis linkes Hinterbein von innen. Man sieht unten die besonders große Stelle und am Röhrbein hoch noch etliche kleine Stellen. Ich hatte den Eindruck, dass je mehr ich wusch und salbte, die Mauke sich ausbreitete wie Masern. Aber...wusch und salbte weiter, weil "man das ja so tut" und weil es bei dem andern Pferd ja auch geholfen hatte.

Die ist die Aufnahme von Bennis rechtem Hinterfuß, auch am. 21.3.2017. Die Maukestelle ist deutlich kleiner, aber dennoch ein großer tiefer Riss. Wie mir geraten worden war, hatte ich die Beine gründlich geschoren. Auch wenn man das vielleicht nicht unbedingt tun muss - es hat deutlich gemacht, wie viele Stellen er hatte und wie weit die Mauke sich ausgebreitet hatte.

An den Vorderbeinen hat Benni übrigens auch kleine Stellen. Aber die sind echt winzig und die habe ich nicht fotografiert.

So sahen Bennis Hinterbeine / Verbände  am 22.3. aus. Reichlich dreckig, aber sie haben im Prinzip gehalten. Man sieht, dass wir beim linken, besonders schwer betroffenen Bein auch die Stellen am Röhrbein  mit verbunden haben. Ja, das Bein, das auf dem Bild rechts hinten ist, ist in Wirklichkeit Bennis linkes Hinterbein.

Bennis große Stelle links am 24.3.2017. Man sieht eine deutliche Verbesserung. Leider bildet sich eine grob wuchernde Vernarbung, die nicht schön aussieht.

Links hinten am 5.4.2017

jetzt behandle ich mit balm akut, dadurch verkleben die Haare und es sieht ein bißchen "dreckig" aus.

Rechtes Bein am 24.3.2017 - deutlich sichtbare Verbesserung.

Rechts hinten ist kaum noch etwas zu sehen, da das Fell auch schon wieder wächst. (5.4.)


Am 26.3. habe ich Benni und Háfeti zusammen aufs Paddock getan. Die Sonne schien so schön😎!

Wegen seines Tickerns/Lahmens darf Benni nicht mit den andern Pferden aufs Paddock. Erstens war es bis vor kurzem sehr weich und tief und matschig, und auch wegen seiner Mauke wollte ich nicht, dass er auf diesem tiefen Boden läuft. Allein mit Háfeti wird er nicht gescheucht, muss nicht rennen, sondern bewegt sich nur so viel, wie er will. 

Nach dem Wälzen machten die beiden Fellkraulen - und ich konnte hinterher nochmal nachputzen.

 

Benni sieht auf diesem Foto "ganz normal" aus (bis auf die sichtbaren Verbände). Im täglichen Umgang ist er nach wie vor ein großer Goldschatz. Er wiehert mich immer an, wenn er mich sieht... und wenn es das sechste Mal in einer halben Stunde ist. Wenn ich seine Stellen behandle, hält er vorbildlich still. Ich kann sozusagen zwischen seinen Hinterbeinen hocken oder kriechen oder machen und tun, er hält geduldig still.

Dennoch mache ich mir Sorgen um ihn. Ein großes Blutbild ergab eine Anämie und einen Magnesiummangel, und sein Tickern/Lahmen wird nicht besser. Da warte ich jetzt noch, bis die Mauke weg ist, und dann müssen wir da noch mal gucken, ob und was zu machen ist.

 

September 2016: Ich bin noch ganz erfüllt von meinem gestrigen Ritt auf Benni im Dressurunterricht in der Gruppe. Wir sollten so tun, als ob wir Piaffe und Passage reiten würden (haha). Ein Pferd in unserer Gruppe kann das. Aber Benni wurde sooo weich und sooo langsam und blieb gleichzeitig im Fleiß, das war einfach nur klasse. Ich denke, man könnte das schon guten Gewissens "halbe Tritte" nennen, was uns da gelungen ist.

Demnächst kommen auch mal wieder Fotos von mir und Benni. Versprochen!

Das Bild ist leider nicht sehr scharf, weil es nur mit dem Handy aufgenommen wurde. Aber es zeigt Benni und mich in einer Dressurstunde, in der Benni mal wieder richtig gut war. Wenn er sich loslässt und im Maul und Hals nicht gegendrückt, ist er butterweich und einfach nur toll.

Hier sind Alicia, Janna und Benni in den Sommerferien 2016 zu sehen. Alicia hat gerade ihre letzte Reitstunde auf Benni gehabt😟und verabschiedet sich ausführlich von ihm. Janna hält ihn zur Sicherheit am Strick.

Das sind Janna und Benni in Christianslust. Wegen der vielen Bremsen sind wir nur zu Fuß gegangen, bis es Janna zu anstrengend wurde und sie dann kurz entschlossen nur mit Halfter und Strick geritten ist. Wie man sieht, nehmen es die Pferde gelassen. Beide nutzen die Fotopause zum Fressen.

Vorne links sieht man noch ein Stück Háfeti.

Und das ist Janna, wenn sie Benni locker flockig reitet. Aber sie lässt ihn nicht nur lang, sondern reitet ihn auch dressurmäßig in Anlehnung, nur gibt's davon noch keine Fotos.

Dies ist eine schöne Erinnerung an den 24.12.2015. Die Sonne scheint, und Alicia, ein Ferienkind, das regelmäßig zu Besuch kommt, hat mit Benni eine schöne Reitstunde erlebt. Benni geht mit Kindern äußerst zuverlässig um. Die meisten verlieben sich sehr schnell in ihn. Wegen seiner Größe haben die Kinder das Gefühl, nicht "nur" auf einem Pony zu sitzen. Weil er gut auf Stimmsignale reagiert, können sie leicht alle Gangarten von ihm abfragen (und zur Not unterstütze ich sie vom Boden aus). Der Trekker-Sattel lässt sie sicher sitzen, und sie können sich auch gut an dem Vorderzwiesel mit den Händen festhalten, was ihnen zusätzlich ein sicheres Gefühl gibt.

Nach den langen Wochen, in denen Benni wegen seines Lahmens/Tickerns nicht geritten wurde, hat er nun wieder eine Aufgabe und meistert sie mit Stolz und Freude. Und sein Tickern hat im Laufe des Jahres 2016 ja ganz aufgehört, und so reite ich ihn ja auch wieder.

Alicia hat übrigens in den Osterferien 2016 ihre Hufeisenprüfung mit Benni absolviert und bestanden 😍!

 

Diese Fotos zeigen eine Spielstunde mit Háfeti, Benni und mir in der Halle. Ich habe ja, nachdem ich Háfeti frisch kastriert gekauft habe, beide Pferde oft zusammen in der Halle laufen lassen. Háfeti sollte wieder fit werden, Benni, der damals ziemlich lange lahmte, sollte sich ohne Reitergewicht bewegen. Über das gemeinsame Spiel wurde beide wieder fit(ter). Die ersten sechs Bilder zeigen, wie wohl sie sich fühlen. Natürlich steht meistens als erstes Körperpflege auf dem Programm. Weil Benni sich bei jeder Gelegenheit wälzte, weil er sich über den Rücken rollen lassen konnte und weil er jedes Mal auch gut und flott aufstand, "wusste" ich, dass zumindest IHN seine Lahmheit nicht sonderlich stört. Die weiteren Bilder zeigen, wie Benni kurz steigt (4) und jedenfalls von der Fußfolge her an sich auch piaffiert (5). Bild Nr. 6 zeigt, wie der deutlich kleinere Háfeti von unten her in Bennis Hals zwickt und ihn damit zum spielen und rangeln herausfordert.

Die Bilder 7-13 zeigen, was geschieht, wenn ich die Regie übernehme: Beide Pferde geben gut acht auf das, was ich will. wir haben damals intensiv den spanischen Schritt (noch im Stand) geübt, und man sieht, wie eifrig beide mitmachen. 

Die vorletzte und drittletzte Bild zeigt Benni mal wieder beim "Nein"-Sagen (Beweis: die Mähne flattert), und auf dem letzten Bild hat er mich einfach angestupst und "einfach so" ein Leckerchen erbeten.

Dies ist eine Galoppstudie. Bennis Galopp ist sehr bequem zu sitzen und er kann auf ganz leichte Hilfen angaloppieren (wenn er im Arbeitsmodus ist). Es fällt ihm allerdings schwer, sich selbst zu tragen, und er kommt oft auf die Vorhand bzw. stützt sich auf das Gebiß. Er braucht im Galopp deutlichen Zügelkontakt, sonst lässt er sich schnell auseinanderfallen. Das ist bis heute so, ändert sich zwischendurch aber immer mal wieder für ein paar Galoppsprünge, die dann auch in der Hand herrlich weich sind. Die heißt es dann zu genießen! 

Auch diese Fotos von Benni und mir sind schon älteren Datums. Ich finde nach wie vor, dass Benni mit seiner Größe von 1,48 Stm. super gut zu mir passt. Auch seine Stehmähne mag ich sehr, sie lässt ihn jünger aussehen und betont seine Oberlinie. Ebba und ich sind damals extra nach draußen auf den Platz gegangen, um die Fotos zu machen, und Benni tat sich immer schwer mit den Schredderteilen (auf den letzten Bildern gut zu erkennen, wie groß die manchmal waren). Dennoch finde ich, dass er einen schönen Trab zeigt und manchmal sogar eine sehr gute Anlehnung (besonders Bild Nr 5!)

Diese Fotos zeigen Benni und mich bei einem Zirkuskurs, den Ebba bei uns im Stall machte - am kältesten Tag des Jahres. Mit zwei Hosen, zwei Pullis und zwei Jacken übereinander, waren wir Menschen nicht allzu beweglich, aber den Pferden machte es Spaß und sie lernten etwas dazu. Benni lernte an dem Tag das Nein-Sagen (Bild 2), das nach wie vor seine liebste Übung ist, und dann den Beginn für den spanischen Schritt (3). Unter einem Bogen durchzugehen (4) fand er überhaupt nicht furchterregend, Teppich ausrollen meisterte er super, und auch das Kommen auf Zuruf klappt bei ihm in der Halle gut (5+6).

Diese Fotos von Benni und mir sind inzwischen mehrere Jahre alt. Sie zeigen uns, als wir gerade unter Ebbas Begleitung damit anfingen, Hilfen leichter zu geben und leichter umzusetzen. Man sieht, dass Benni einen sehr mächtigen Hals hat und dass er sich gut im Hals festmachen kann. Im ersten Bild fällt er auf die innere Schulter (Ecke😣) und balanciert sich mit nach außen gerichtetem Hals aus. Kurz nach der Ecke (Fotos 2+3) wird es schon wieder besser, und in Bild 4 ist alles wieder okay. Bei Bild 3 gefällt mir besonders, dass Benni so elegant aussieht und dass sein Hinterbein weit untertritt.

Bild Nr.5: Benni hat draußen vor der Halle irgendetwas gesehen oder gehört, und ich soll seinem hohen Hals mit hoher Hand folgen, um die Anlehnung an sich nicht zu verändern. Wenig später senkt er den Hals wieder, und dann nehme ich meine Hände auch wieder tiefer.