Linus

Vater :Oldenburger                                                                                    Mutter: Holsteiner

Geb.   23.06.2002

Linus und Janine  Nov. 2017

Linus wird immer sicherer und schöner im Trabtakt . Er kann jetzt im Mitteltempo Trab ausdrucksvoll und taktsicher traben . Da haben die Ausritte und sicher auch die Hufeisen vorne ihn sehr unterstützt . Die Hinterhand ist deutlich aktiver . Er akzeptiert im Leichtraben immer , dass Janine  mit beiden Händen eine weiche , aber konstante Verbindung hält . Im Aussitzen braucht es auch kaum noch die höhere innere Hand . Hier braucht Linus noch ganz wenig Zügelkontakt , sonst fängt er an fest zu werden oder die Zunge raus zu strecken . Die Zügel führen durch die Leichtigkeit noch ein Eigenleben was zu einem Schlackern führt . Ziel ist jetzt , dass Janine noch mehr lernt sich locker in die Bewegung mitnehmen zu lassen und das sie irgendwann für Linus die Zügel tragen darf . Die beiden letzten Fotos zeigen das Aussitzen . Was bei einem so schwungvollen Pferd gar nicht einfach ist . Wenn das gelingt haben die beiden dann kurze Phasen in denen sie zusammen tanzen . Beide können diese Momente noch gar nicht länger halten und das ist auch völlig okay  so . Mehr führt zu Verspannungen . Der Weg ist das Ziel und da sind die Zwei super gut dabei . Linus ist ja so fein in seinen Wahrnehmungen , dass es sich gezeigt hat , dass schon Zuschauer ausreichen um Stress zu erzeugen .

Er fühlt sicher , dass Janine es extra gut machen möchte und reagiert dann mit alten Mustern . 

Linus und Janine in der Lüneburger Heide               Okt. 2017

Janine spaziert mit Linus völlig entspannt durch die Heide . Ich habe mich so sehr über diese Fotos gefreut und war so stolz auf die Beidem , dass sie das gemeinsam geschafft haben . Nachdem Janine Linus schon fast abgeben musste , weil ihr Mann keinen Sinn darin sah ein Pferd zu behalten , das seine Frau ständig gefährdet und auch im Umgang nicht nett ist . Nur allzu verständlich . Zum Glück fing Linus gerade zu der Zeit an mehr aufzumachen und neue Wege zu entdecken . Das Vertrauen bei beiden wuchs ganz langsam . Janine glaubte wieder an ihr Pferd und hat ihm Zeit und Rahmen geboten seine Verhaltensweisen zu ändern . Mit einem Pferd an seiner Seite , das sein Tempo gut anpassen kann , geht dann sogar die Lüneburger Heide . All das hat sich nicht in Monaten sondern in Jahren entwickelt . Altes zu überschreiben braucht einfach Zeit und ganz viel Verständnis für diese speziellen Pferde . Linus hat das Gelände gut getan . Er konnte danach seinen Trabtakt deutlich besser auch in der Bahn finden .

Linus und Janine März

Hier geht es um das Thema : Wie muss ich sitzen , damit ein Schulterherein gelingt . Auf der linken Hand ist es für beide ganz leicht . Da rechts Linus steife Seite ist , fällt es ihm da schwerer und auch Janine fällt es schwerer auf der rechten Hand korrekt zu sitzen . Jetzt ging es darum zu fühlen . Meine Ansage war : Fall fast gefühlt links vom Pferd runter , damit würdest du dann in der Mitte sitzen . Weil es sich einfach bei einer gewohnten Haltung ganz anders anfühlt als die Realität ist .

Auf den ersten Fotos sitzt Janine so wie es sich für sie korrekt anfühlt . Linus wendet immer wieder in die Bahn ab und Janine versucht automatisch dies durch Drücken zu verhindern .

Bei nächste Serie Fotos hat Janine das Gefühl völlig schief nach links zu sitzen . Ist aber real gerade . Linus bleibt auf dem Hufschlag . Ist das erstmal erreicht kann an mehr Abstellung und Biegung gearbeitet werden.

Im Trab darf Janine immer mehr führen und das Trabtempo bestimmen . Indem sie Linus auffordert ein gleichmäßiges Tempo zu gehen , werden seine Taktfehler immer weniger . Sie darf ihn jetzt auch mal treiben , so dass er an beide Zügel rantritt und dann selber nachgibt oder weich in ihre Hand nach vorwärts-abwärts zieht . Diese Zügelverbindung konnte er vorher gar nicht aushalten und bekam dann Stress . Jetzt weiß er , dass Janine nicht zumacht , sondern ihn weich begleitet . Er kann es jetzt als Hilfe für einen besseren Takt und mehr Hinterhand , auch bei einem geringerem Tempo , annehmen . 

Linus und Janine  Juni

Es fällt sicher auf , die Fotos von Linus uns Janine verändern sich nicht mehr großartig . Ich habe eine Zeitlang geglaubt , wir müssten Linus so Stück für Stück daran gewöhnen , eine Verbindung zur Reiterhand aus zu halten . Benutzt Janine im ruhigerem Trab nicht die hohe innere Hand um ihn zu lockern , wird er fest . Er sperrt das Maul auf und fängt wieder an die Zunge über und unters Gebiss zu nehmen und raus zu strecken . Das ist bei Linus immer ein deutliches Zeichen von Stress . Den baut er damit ab und diese Möglichkeit würde man ihm mit dem Zuschnüren des Mauls  nehmen . Also warum nicht eine höhere innere Hand , die locker macht ? Wenn doch Mensch und Pferd damit glücklich sind . Nur weil ich das Ziel im Kopf habe , die hohe Hand auf ein Minimum zu reduzieren ? Linus ist inzwischen so ein zufriedenes und entspanntes Pferd geworden , dass Janine sich sogar traut mit ihm ins Gelände zu gehen . Auch der erste Galopp draußen war ruhig und entspannt . Auf dem Viereck bekommt Linus immer noch zu viele Spannungen bei Angaloppieren und buckelt dann . Längst nicht mehr so heftig und ohne Drehungen und Wendungen , so dass Janine geschickt ihn sitzen kann und dann auch durchparieren .Sie weiß , dass Linus nicht unartig ist , sonders dass er gerade nicht anders kann . Ihn dafür strafen würde es nur noch schlimmer machen . Da versuchen wir noch raus zu finden , wie wir Linus den Stress nehmen können . Wenn ich ihn mit Doppelschnalzer und Handsignal von unten angaloppiere entsteht zu viel Spannung . Wenn Janine es alleine von oben macht , wird der Trab zu schnell und flach . Die Vorhand kommt zu tief . Wir hoffen , dass Linus uns seine Lösung verrät und uns dann stolz seinen an sich schönen Galopp präsentiert . Linus macht heute nie etwas bewusst gegen Janine . Es gibt einfach nur ein paar Dinge , die er nur schwer aushalten kann . Und das darf er dann auch klar ausdrücken und muss sich so gar nicht wehren . Er hat in Janine einen Menschen gefunden , die stolz auf seine kleinen Heldentaten ist .

Wer übrigens meint Linus wäre zu dick .... Ja das ist so . Aber er darf endlich auch mal ein paar Stunden auf die Weide und hat Heu zur freien Verfügung . Früher war er nicht viel dünner , aber durch die ständige Diät gefrustet und schlecht gelaunt . Dieses große Pferd hat anscheinend einen geringen Grundumsatz .Solange er dabei gesund ist , wen stört schon der Bauch .

Linus und Janine November 2016

Linus war das zweite Mal in der Reithalle . Diesmal sichtlich entspannter und damit im Trab auch besser im Takt . So war mehr Zeit damit Janine lernte zu fühlen , wie sich Linus gerade bewegt . Damit sie ihn unterstützen kann noch besser und leichter den Takt zu halten . Möglichst früh zu erfühlen , wann verändert sich seine Form , wann macht er sich fest . Je früher sie es merkt desto sanfter und feiner kann sie ihre Hilfen geben . Linus machte super mit . 

Irgendwann waren beide auf der rechten Hand und ich hatte eigentlich Schritt Trab Übergänge im Kopf . Janine trabte ihn an und saß aus . Linus kam immer wieder ein wenig zu hoch in seiner Haltung und gab rechts nicht so richtig locker nach . Also blieb ich erstmal bei diesem Thema stecken . Janine sollte ihn auffordern sich rechts zu stellen und sofort die Finger zu öffnen , wenn er es korrekt machte . Gleichzeitig sollte sie fühlen wann er zu hoch kam . Beide waren sehr konzentriert und es sah für mich immer so aus , als wenn sie ganz dicht an der richtigen Idee waren . Es fehlte nur noch ein Hauch . Also ließ ich sie auf dem Zirkel kreiseln und kreiseln , begleitete sie mit Worten und wartete auf dem Moment zum Loben . Es war zeitlich sicher gar nicht so lange , aber es machte Beide sicher eher fester . Linus zeigte es dann auch deutlich . Er machte das , was er früher so oft gemacht hat , er machte sich kurz richtig fest , zog im Tempo an und wich nach links aus . Nachdem er auf der linken Hand  war ,wurde er sofort wieder weich und nachgiebig . Kein Bocken oder wirklich gehen mehr . Es war einfach seine Art sich verständlich zu machen . Ich habe mich sofort bei ihm entschuldigt und ihm dafür gedankt , dass er mich darauf aufmerksam gemacht hat , dass ich mich gerade festgebissen habe . 

Ich habe mit Janine besprochen was da gerade passiert war und wir waren beide einfach nur stolz auf Linus . Linus ist das Pferd , dass uns neue Wege und ein neu drüber nachdenken zeigt . 

Linus stand die ganze Zeit völlig entspannt neben uns . Da war keine Unsicherheit in seinen Augen . 

Auf der linken Hand wunderschön im Takt traben , war danach überhaupt kein Problem .

Ich lese gerade das neueste Buch von Mark Rashid "Pferde sanft führen" . Das passt sehr gut zu diesem Thema . Linus braucht keinen Druck und kein das muss jetzt aber . Er möchte eine weiche Führung damit er sich sicher fühlen kann . Er kann  inzwischen auch Fehler verzeihen , weil er uns vertraut , dass daraus nichts schlimmeres entsteht .

Ich freue mich riesig auf  die Arbeit mit Linus im neuen Jahr und die Wege , die er uns zeigen wird . Für dieses Jahr ist Winterpause .

Linus und Janine November 2016

Linus wird in sich immer ruhiger und sicherer . Er kann jetzt auch schon mal starken Wind aushalten ohne sich hoch zu fahren . Dadurch , dass er mehr in sich ruht , hat er die Zeit Janine wirklich zu zuhören und raus zu finden was sie von ihm möchte . So wird er auch in den Seitengängen verschiebbarer . Es gibt Tage an denen sagt er ganz deutlich , dass die rechte Hand gerade nicht geht . Wir gehen drauf ein und er darf an dem Tag dann eben nur auf der linken Hand arbeiten . Beim nächsten Mal ist rechts dann wieder gar kein Problem . Er kann jetzt auch völlig ohne Anlehnung in einem Arbeitstempo traben , hat dabei dann aber viele Taktfehler . Er wird nicht mehr hektisch und kann sein Gewicht besser ausbalancieren , aber für einen guten Takt braucht er noch die Hilfe der Reiterhand . Aufgerichtet im langsamen Tempo fängt er jetzt an mehr in Richtung wirklicher Versammlung zu denken . Diesmal entstanden auch ein paar Galopprollen , die nach oben gedacht waren . Die Idee greifen wir gerne auf , um ihn ein Angaloppieren nach Aufwärts zu erklären . Noch fehlt ihm da so jede Idee und darum haben wir das Galoppieren noch nach hinten gestellt .Obwohl Linus  mit seinen körperlichen und psychischen Problemen zu kämpfen hat , ist er immer so sehr bemüht es gut und richtig zu machen . Janine gibt ihm die Zeit und die Unterstützung die er braucht  . Am Ende sind alle stolz und zufrieden , da braucht es keine Riesenerfolge .

Janine darf jetzt wirklich mal beide Zügel weich annehmen und Linus glaubt ihr , dass sie ihn trotzdem nicht einengen wird .

Linus und Janine August 2016

Ich habe mich sehr gefreut als ich diese Fotos angeschaut habe . Spiegeln die doch die Reitstunde wirklich mal wieder . Diese Stunde war nur sehr kurz , was immer bedeutet , das Pferd hat es sehr gut gemacht . Ein Aufhören , wenn es am Schönsten ist , ist die beste Motivation für alle weiteren Stunden  .

Linus war total entspannt und konnte es zulassen , dass Janine ihn mal etwas genauer nach Seitenverschiebungen fragen konnte . Wurde er kurz etwas fester brachte ihn ein Vibrieren mit den Schenkeln wieder in die Lockerheit . Auch ein Anticken mit der Gerte für etwas mehr Schwung oder Tempo versteht er und setzt es richtig um . So kann sich Janine auf ihren Sitz konzentrieren und die Fotos zeigen wieviel aufgerichteter und gestreckter ihr Sitz dann ist . Linus hat die Ohren die ganze Zeit hinten bei ihr und liest ihre Bilder und Gedanken . So entsteht ein harmonisches Miteinander in dem sich weder Pferd noch Mensch fürchten müssen . Das Vertrauen ineinander wächst ganz langsam . Auch wenn jetzt  mal beide Zügel weich nach nachgeben fragen , muss Linus nicht mehr seine Zunge rausstrecken und übers Gebiß nehmen um Spannungen ab zu bauen  . 

Danke Janine , dass du dieses tolle Pferd nicht aufgegeben hast !

Linus und Janine  Juli 2016

Linus und Janine sind auch alte Bekannte von der kunterbunten Pferdetruppe . Linus entwickelt sich immer mehr zu einem ausgeglichenem  und entspanntem Reitpferd . Seit kurzem hat er gelernt ein ganz normales Mitteltempo Trab frei zu laufen . Vorher war das für ihn fast unmöglich , da er immer auf die Vorhand kam und seinem Gleichgewicht hinterherlief . Dabei wurde er immer fester und hektischer , bis es oft in einem Buckeln endete . Diese Fotos sind nicht spektakulär , zeigen sie ihn doch in einem völlig unspektakulärem Trab . Viel wichtiger ist sein offenes friedliches Gesicht . Für ihn ist das ein grosser und wichtiger Schritt in die richtige Richtung , der nur gelingen konnte , weil Janine ihm die Chance gegeben hat , in seinem eigenen Tempo und innerhalb seiner Möglichkeiten zu lernen .

Mit Janine August 2015

Mit Janine Juni 2015

Februar 2015