1970-1975


Urlaub auf dem Schlapphof in Eyendorf

Der erste Urlaub mit meinen Eltern mal nicht in Büsum sondern am Rande der Lüneburger Heide . Es musste ein Ort mit Bahnhof sein , da wir ja kein Auto hatten und natürlich ein Hof mit Ponys . Aljoscha und Elise erwiesen sich als tolle Freizeitbegleiter . Hier machte mein Vater seine ersten Draufsitz Erfahrungen .

Turnier Bargenstedt

Dieses Pferd müsste Kalif gewesen sein . Zu der Zeit bekam ich immer wieder Angebote schwierige Pferde zu reiten . Was ich sehr gerne gemacht habe . Die meisten würden , wenn sie dann wieder gut zu reiten waren , verkauft .

Lola und Sissy

Lola war eine Trakehner Stute deren Vorfahren noch direkt aus Ostpreußen stammten und den Treck nach Schleswig-Holstein überlebt hatten . Sie stand bei Börger in Hemmingstedt und wurde zu einer meiner ersten Reitbeteiligungspferde . Sissy war das Reitpony der Tochter . Zu der Zeit gab es nur sehr wenige Reitponys in der Größe . Dr. Hentscher in Hennstedt war einer der ersten  , die ich als Erwachsene auf solchen Ponys habe reiten sehen . Die Tiedemann Söhne hatten damals schon richtige Sportponies .

Unterrichten bei Meier in Hemmingstedt

Ich glaube dieses Pony hieß Hansi . Auf ihm durften die Kinder ihre ersten Reiterfahrungen machen . Mir hat es immer Spaß gemacht meine Erfahrungen weiter zu geben .

Die Heideranch in St.Michel

Die Heideranch , das war die Zeit der großen Freiheit .Familie Schollmaier hatte ein paar Ponies und stellte diese gegen einen geringen Betrag zum Reiten oder Fahren zur Verfügung . Die Ponys wurden mit den fremden Kindern geführt oder es wurden Kutschfahrten angeboten . Ich habe viele Wochenenden dort verbracht . Für die Mithilfe durfte ich alle Ponies reiten und als Fahrer die Kutschfahrten begleiten . Zu der Zeit hat sich noch niemand was dabei gedacht , dass eine Jugendliche solche Aufgaben übernimmt . Wir sind sogar regelmässig nach Marne zum Einkaufen gefahren . Die beiden Fjordies Irmi und Tanja waren supersicher vor der Kutsche .

Sehr gerne geritten habe ich Lady , die kleine Albinostute . Lauser der kleine Braune trug seinen Namen zu Recht . Er hatte viele Ideen sich Sachen zu entziehen auf die er gerade keine Lust hatte . Krösus ist der kleine Schimmel . Schico der etwas grössere Braune . Er konnte perfekt abstoppen und den Hals absenken , so dass der Reiter unfreiwillig über die Hals-Rutschbahn absaß .

Nicht zu den Schollmeier Ponies gehörte Hansi , der kleine Schecke in der Mitte . Er wohnte auf einem Hof in der Nähe und hatte so absolut keine Lust auf einen Menschen auf seinem Rücken . Er hat es geschafft mich 5x in den Dreck zu buckeln bevor wir miteinander reden konnte .Dann lief er brav .

Danke Familie Schollmaier für die wunderschöne Zeit . Ich fühlte mich immer willkommen und dazu gehörend .

Lizzy  Osterwohld

Es machten immer mal Betriebe auf , die Pferde für Ausritte verliehen . Oft durfte ich mit den Pferden alleine ins Gelände gehen . Ermöglichte mir tolle Zeiten mit Pferden .

Ich erinnere mich noch an ein relativ kleines Pony namens Poly , das in der Dorfstr. in Heide wohnte . Das war ein Pony mit absolutem Spaßfaktor . Immer eifrig und dabei ganz fein .

Reitstall Jacobsen Sylt

1x im Jahr ging es nach Sylt um am Strand und in den Dünen zu reiten . Das hat super Spaß gemacht . Solange bis ich einmal im Spätherbst dorthin kam und abgemagerte und kranke Pferde dort vorfand . Die Pferde wurden dort ja nicht für das ganze Jahr genutzt , sondern nur für die Hauptsaison . Und gingen dann von der Insel runter nach ...... ?? Für mich hatte sich das damit erledigt . Ich wollte an diesem Ausbeuten von Pferden nicht beteiligt sein .

Astorio 1971

Wenn man nett fragte durfte man während eines Turniers zwischen den Prüfungen ein Pferd halten oder auch mal draufsitzen .

Fichtenhain Rennbahn 1970 - 1972

An dieses Pferd habe ich keinerlei Erinnerungen .

Ich habe in Jahren 1970 bis 1972 viel Zeit auf der Rennbahn verbracht . Boxen ausmisten und Stallgasse fegen wurden mit Trockenreiten eines Privatpferdes belohnt . Ich gab meinen ersten Longenuntericht und übernahm die Führung auf Ausritten . Ausritte mit Pferden , die sonst nie rauskamen , waren ein einziges Abenteuer . Ein Tiefflieger und die Hälfte der Reiter lag im Sand . Die Pferde rannten mit oder ohne Reiter Richtung Stall oder bockten erstmal ne Runde .Da hatte ich zum Glück nicht die Führung und konnte mein Pferd überzeugen sich wieder zu beruhigen . Unter meiner Führung gab es schon damals keinen Galopp , wenn ich nicht sicher war , dass alle ihre Pferde unter ruhiger Kontrolle hatten . Was natürlich zu Diskussionen von Erwachsenen mit mir der Jugendlichen führte . 

Freude  1971

Dieses eher kleine Pferd mochte ich unheimlich gerne . Die bockte am Anfang der Stunden schon mal heftig und war bei den meisten Reitschulen überhaupt nicht beliebt . Nur Karin Hilger mochte dieses Pferd auch und traute sich rauf . Wenn sie dann erstmal lief , habe ich sie als sehr fein und leichtrittig in Erinnerung . Auf den Fotos trägt sie meine erste eigene Trense .

Comtesse  1971

Reinhard Kühl aus Rastatt kam immer im Sommer für mehrere Wochen . Er brachte seine Pferde mit oder hatte er die vielleicht vorher hier gekauft . Keine Ahnung . Auf jedem Fall wurde Comtesse zu einem meiner ersten Lieblingspferde . Die mal reiten zu dürfen war ein absoluter Höhepunkt . Auch habe ich immer zugesehen eine von den Reitstunden zu ergattern an denen Herr Kühl Unterricht gab .

Abzeichenlehrgang 1971

Konrad Sieg ganz links . Das Pferd müsste der alte Herold sein . Alle haben bestanden .

Ich glaube es war Bobby der mich durchs Abzeichen trug .

Ich hatte die Aufgabe bekommen  eine Liste zu schreiben , mit allen möglichen Teilnehmern fürs Reiterabzeichen . Ab 12 Jahren war es möglich . Die damals 11 jährige Tochter meines Klassenlehrers ritt auch und der versuchte doch tatsächlich mich zu überreden sie mit auf die Liste zu setzen . Er würde dann auch über eine bessere Zensur nachdenken oder so ähnlich . Ich mochte den sowieso überhaupt nicht und hätte es selbst wenn es gegangen wäre , nie getan .

Reiterlager 1971

Hier waren es schon deutlich mehr Kinder . 3. von rechts Konrad Sieg der Leiter der Reitschule . Von ihm lernte ich die ersten Dinge übers Reiten . Ich blieb für ihn immer Bebba und fand das auch völlig in Ordnung . Wie damals oft noch üblich konnte er laut durch die ganze Halle brüllen . Viele fürchteten sich vor ihm . Ich lernte schnell es nicht persönlich zu nehmen , sondern seinen Unterricht als Chance zu sehen was zu lernen . Es gab noch einen Reitlehrer , ich glaube er hieß Herr Zeh , der sehr viel sanfter war . Mir reichte das schnell nicht mehr . Und so habe ich öfter Herrn Sieg gebeten , doch den Unterricht zu übernehmen , meistens mit Erfolg .

Reiterlager auf der Fichtenhain Rennbahn 1970

Eine Woche nur im Stall . Was Schöneres gab es für mich nicht . Geschlafen wurde auf einem Matratzenlager im Aufenthaltsraum . 

Der 2. von links ist Stern und einer von den beiden rechten könnte Bobby sein .

1960 - 1970

Endlich 12 Jahre alt . Nach den Sommerferien durfte ich endlich in eine richtige Reitschule gehen . Die Entscheidung fiel für die Reitschule auf der Fichtenhain Rennbahn . Zu dem Zeitpunkt war 12 Jahre das Mindestalter . Reiten war damals ein Sport für die eher besser verdienenden Familien .

Ich hatte das Glück als Einzelkind einer normal verdienenden Familie Reitstunden nehmen zu dürfen . Während der Schulzeit 1x die Woche und in den Ferien auch deutlich öfter . Meine Eltern hatten absolutes Reitstall Verbot . Ich wollte ein Gebiet ganz für mich haben . Nur zu besonderen Anlässen habe ich sie zum Zuschauen eingeladen .

Die erste Reitstunde an der Longe habe ich als ganz fürchterlich in Erinnerung . Der Sattel hart und glatt und die Gänge des Pferdes noch viel härter und ungleichmässig . Im Galopp half nur festklammern mit den Händen und Beinen . So kannte ich das nicht . Die bisher gerittenen Pferde und Ponies waren deutlich besser zu sitzen .

Heute vermute ich , dass Herold , so hieß das Longenpferd , mit seinen über 20 Jahren nicht mehr so fit war und damit steif und rumpelig lief . 

Die meisten der Schulpferde waren sowieso sehr speziell . Zu der Zeit wohnten 80% der Pferde noch in Ständern . Die Schulpferde sowieso .

Da gab es Bobby , der schlug und biss . Zu ihm in den Ständer zu gehen war eine Mutprobe und kostete manchen blauen Fleck , wenn man nicht aufpasste . Geritten habe ich ihn sehr gerne .

Stern , auch schon älter , der immer die Zunge raushängen ließ . Nicht sehr sitzbequem und hartmäulig . Hat mich aber sicher über die ersten Sprünge getragen .

Puppe , eine sehr stabile Stute , die auch gefahren wurde . Wer die aussitzen konnte ....

Und dann gab es die wechselnde Truppe von Pferden , die für den Unterricht genutzt wurden . Pferde mit vielen Eigenarten , die mich als Herausforderung schon damals gereizt haben .

1969

Mein erster Reitunterricht an der Longe bei Frau Pöttke . Die war mit ihren Pferden für die Sommerferien nach Büsum gekommen . Im Watt war es inzwischen verboten , darum fand es auf einer gepachteten Weide statt . Heute fällt mir auf wie schön dieses Pferd sich formt . Da braucht es keine Ausbinder oder straffe Zügel . Das Sitzgefühl war auf diesem Pferd in allen Gängen super angenehm . Ein Halteriemen vermied das Festhalten an den Zügeln .

Der erste Ausritt . Was war ich stolz mit zu dürfen . Nackte Beine an schweißnassem Pferd und praller Sonnenschein . Da waren hinterher die  Beine hübsch knallrot . Aber egal , es hat super viel Spaß gemacht .

1968

2 Wochen Urlaub in Büsum bedeutete für mich 2 Wochen soviel Pferd wie möglich . Meine Eltern sahen mich nur selten . Ich habe bei allem mitgeholfen und dafür gab es immer mal kostenlose Ritte .

1967

Dann gab es im Büsumer Watt im Sommer die Möglichkeit zum Ponyreiten . Ich kann mich noch an einen Ritt auf einem Esel erinnern . Kinder schossen ihm einen Ball zwischen die Beine und ich lag im Matsch . Auch das hat nichts an meiner Leidenschaft geändert . An die Kutschfahrten habe ich keinerlei Erinnerungen .

1964

Ringreiten gab es noch fast ausschließlich mit den schweren Arbeitspferden . Ich habe auf plattdeutsch geübt zu fragen , ob ich mal reiten oder besser darauf sitzen dürfte . Hier auf Lotte . Man beachte das Outfit !

So fing es an

Geboren in den Fünfzigern gab es in dieser Zeit noch Bauern , die mit Pferd und Wagen zur Post fuhren . Wir wohnten direkt über der Post und so konnte ich runterrennen und fragen , ob ich mal auf dem Pferd sitzen durfte . Meist durfte ich .

Das ist so meine erste Erinnerung an die Pferde .

Aus der Erzählung weiß ich , dass mir im Alter von ca. einem Jahr verschiedene Stoffe für eine Schlafsack vorgelegt wurden . Ich hätte eindeutig den mit den Steckenpferden ausgewählt ...

Dann gab es ungezählte Ritte auf Jahrmarktponys usw. Jede Möglichkeit auf einem Pony zu sitzen musste genutzt werden . Ich hatte Glück , mein Vater war da sehr spendabel .